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Ein bisschen Bandgeschichte

Schampus wurde im Sommer 1989 von Roland Schott und Eckhard Köhneke gegründet. Roland hatte vor einem Jahr die Band Traveller verlassen, die er 5 Jahre zuvor mit Eckhard gegründet hatte und spielte nun bei Gonzales. Da die beiden Musiker nach wie vor gut befreundet waren, sollte dieses Duo wieder eine Gelegenheit für beide sein, gemeinsam Musik zu machen. Schlagzeuger und Bassist wurden durch Keyboard ersetzt, was durch die Technik derzeit schon ganz brauchbar klang. Roland war zwar eigentlich Gitarrist, aber da er bereits mit 6 Jahren Klavierunterricht hatte und auch bei Traveller in den letzten Jahren öfters ein Keyboard eingesetzt hatte, war es nicht unbedingt Neuland für ihn. Für Eckhard war der Umstieg von vier auf sechs Saiten auch nicht das Problem. Immerhin hat so gut wie jeder Bassist irgendwann mal mit der Gitarre angefangen.

Leider kam aufgrund dessen, dass sowohl Traveller als auch Gonzales das ganze Jahr über gut gebucht waren, kaum ein Termin zustande, wo beide für einen gemeinsamen Auftritt Zeit hatten.

Daher übernahm ein Jahr später Martin Wübbolt die Saiten-Fraktion. Die Amigo Danceband, wo er die Jahre zuvor Gitarrist war, hatte sich aufgelöst, und er war mittlerweile aus der Tanzmusik in die Country-Ecke gewechselt. Dort waren die Auftritte aber überschaubar.

Die Beiden waren relativ schnell aufeinander eingespielt, auch beim Gesang ergänzten sie sich gut. Nun konnte es richtig losgehen, hauptsächlich für kleinere Veranstaltungen bis 150 Gästen wurde das Duo gebucht.

Doch schon recht schnell stellte sich heraus, dass gerade die Nachfrage nach kleineren Besetzungen immer größer wurde.





Technisch war es eigentlich kein Problem, nur mit Keyboard und Gitarre eine komplette Band zu ersetzen. Mittlerweile gab es bereits immer mehr Alleinunterhalter und Duos, die sich nicht nur qualitativ deutlich von den Hammond- und Wersi Klängen der bisherigen Alleinunterhalter absetzten. Wenn man's genau nimmt, bräuchte man - und viel zu viele hielten und halten das auch heute noch so - gar kein Instrument spielen können. Man kauft fertige Musikstücke auf Diskette, schiebt sie in das Keyboard und drückt auf Start. Das geht zwar bei einer Gitarre nicht, aber die Keyboards klangen seit den späten 90er Jahren schon so gut, dass kaum einer im Publikum den Unterschied hört, ob der Gitarrist auf der Bühne die Saiten zupft oder ob die Klänge aus dem Keyboard kommen.

Zu viel Technik zum Musikmachen einzusetzen war nicht, und wird auch nie unsere Philosophie werden. Wir störten uns im Grunde schon daran, dass der Rhythmus und das Schlagzeug elektronisch und damit ziemlich steril vom Keyboard kam.

Außerdem kamen inzwischen schon Anfragen, z.B. von Schützenvereinen für größere Veranstaltungen, u.a. auch auf Zelten, und da fühlten wir uns zu zweit nicht wirklich wohl und überlegten, wie wir uns verstärken könnten, um auch dynamischer zu werden. Also...

Ein "richtiger" Schlagzeuger sollte her. Manfred Peters war der Richtige. Routiniert durch jahrelange Erfahrung als Gonzales-Drummer, dazu ne Superstimme, außerdem jemand, der auch ein geborener Entertainer ist. Er bekam einen Knopf ins Ohr verpasst, und schon konnte im Keyboard das Schlagzeug ausgeschaltet werden.

So kam es, dass die Jungs von Schampus nun immer öfter auch zu dritt auf der Bühne zu sehen waren. Seit 2002 gab's Schampus dann nur noch als Trio zu buchen, weil wir keine Kompromisse mehr wollten, um überall unter gleichen Voraussetzungen aufzutreten.

Der Klick im Ohr des Drummers wurde bereits in den Jahren zuvor immer weniger benötigt, indem wir die "Maschine im Keyboard" so weit wie möglich vermieden haben. Das war allerdings nur möglich, indem Roland am Keyboard die Basslinien von Hand spielte. Dies bedeutete einerseits eine Einschränkung, erforderte enorm Konzentration und hatte halt auch spieltechnisch Grenzen.


So hieß es mit Beginn der Saison 2009 dann wieder "back to the roots". Da wir ja nun einmal so wenig wie möglich Kompromisse eingehen wollten, war die notwendige Konsequenz ganz klar: ein Bassmann musste her. Und warum so weit in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah...

Armin Guse, ein Gonzales-Mitglied der letzten Stunde, immer noch aktiv am Bass, allerdings bei der Feuerwehrkapelle ein wenig unterfordert, brauchte nicht zweimal gebeten werden, und schon war das Quartett wieder komplett. Somit hatte die Band wieder die bewährte klassische Bandbesetzung, Roland konnte nun mit zwei Händen das Keyboard malträtieren, der Rhythmus-Generator im Keyboard konnte nun endlich ganz ausbleiben. Auch für den Gesang war Armin eine deutliche Bereicherung.

Die Entscheidung, wieder mit voller Besetzung aufzutreten, war richtig, denn es kamen wieder reichlich Anfragen von Schützenfesten, die in 4er Besetzung deutlich lockerer von der Hand gingen.

Doch bereits ein Jahr später sollte es eine weitere Veränderung geben. Da wir ja möglichst wenig Kompromisse eingehen wollten, fehlte uns zum Glück noch eine weibliche Gesangsstimme. Geliebäugelt hatten wir damit schon viele Jahre zuvor, nur hat sich nie jemand gefunden. Dazu kommt, dass jedes zusätzliche Bandmitglied natürlich zusätzliche Kosten für den Veranstalter mit sich bringt.

Auf einen Versuch sollte es ankommen, und mit Claudia, die Roland bereits aus anderen Bandprojekten (z.B. GetOnUp) kannte, hatten wir sofort den richtigen Fang gemacht.

Endlich waren auch Songs möglich, die zwingend eine Frauenstimme erforderten. Claudia fühlt sich nicht nur im deutschen Schlager zu Hause, sondern hat auch eine ordentliche Rockröhre, und bereichert damit die Band ungemein.

Mit Beginn 2013 gab es eine vorübergehende Veränderung, indem mit Mike Könemann ein neuer Bassist in die Band kam. Auch hier waren wir froh, wieder einen sehr versierten und erfahrenen Musiker in die Band zu bekommen, der lange Jahre bei der Band Revanche gespielt hat, und gerade in den letzten Jahren in verschiedenen Musik-Projekten und Bands unterwegs war.

Aber bereits im Januar 2014 wurde Mike wieder von Armin abgelöst. Seit dem ist die Besetzung unverändert.